Platon & Co.: Sigmund Freud

Bevor er anfängt, Stimmen zu hören, muss Professor Freud dringend mal an die frische Luft. Aber da geht es erst richtig los: ein trauriger Fisch, dem ein Kindheitserlebnis im Hals stecken geblieben ist, zwingt den Professor ins kalte Wasser – und all seine Gedankengebäude nehmen Leben an.

Für Ursachenforscher:
Was sagen uns Ängste, Abneigungen, Träume?

Marion Muller-Colard, Nathalie Novi
Professor Freud spricht mit den Fischen

Aus dem Französischen von Thomas Laugstien
64 Seiten, Gebunden, 64 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-03734-553-5
€ 14,95 / CHF 20,00

Erscheint Herbst 2015

Sigmund Freud

Geboren in Freiberg (heute: Pribor, Tschechien) am 6. Mail 1856; gestorben in London am 23. September 1939.

Die Psychoanalyse als Wissenschaft, Methode und und Therapie ist untrennbar mit Sigmund Freuds Namen verbunden. Freud war davon überzeugt, dass verschüttete Erlebnisse und Erinnerungen im Menschen hervorzuholen seien, um die verborgenen Ursachen seines Leidens aufzudecken. Dabei hat er die Deutung der Träume als einen »Königsweg zum Unbewussten« angesehen und so einflussreiche Konzepte geprägt wie den »Ödipus-Komplex«, die Dreiheit von »Es«, »Ich« und »Über-Ich« oder der »Todestrieb«.

Nachdem er zunächst Medizin in Wien studiert und sich mit Hirnanatomie beschäftigt hat, beobachtet er in Paris bei Professor Charcot Patientinnen mit seelischen Störungen (sogenannte Hysterikerinnen) und deren Behandlung mit Hypnose. Bald darauf eröffnet er seine eigene Praxis und bringt seine ersten Bücher heraus: 1900 erscheint die »Traumdeutung«. Zusammen mit Albert Einstein schreibt er 1933 »Warum Krieg?«. 1933 verbrennen die Nazis seine Bücher. Als Jude ist er zeitlebens antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. 1938 wird er ins Exil nach England gezwungen, wo er ein Jahr später stirbt.

»Sie haben uns den Mut gelehrt, an die Dinge nahe heranzugehen, furchtlos und ohne jede falsche Schamhaftigkeit auch an das Äußerste wie das Innerste des Gefühls heranzugehen. Und Mut ist notwendig für die Wahrhaftigkeit – das bezeugt Ihr Werk wie kaum eines unserer Zeit.« (Stefan Zweig an Sigmund Freud)

»Es ist nicht bequem, Gefühle wissenschaftlich zu bearbeiten.« (Siegmund Freud)

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